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Chitosan als biologisch abbaubares, kationisches Polymer wird bereits international für:
- die Trinkwasseraufbereitung,
- die Trennung von Öl-Wasser-Gemischen,
- zur Bohrlochverblockung,
- für Schlachthausabwässer,
- als Flockungsmittel für die Schwermetallabtrennung und
- die Aufkonzentration von Biomassen (Hefen, Proteinen, Algen) verwendet.
In Deutschland sind Flockungsmittellösungen auf Chitosanbasis unter dem Seriennamen HEPPIX bekannt. Diese
Produkte eignen sich zur Flockung von Mikroorganismen mit negativer Oberflächenladung, so auch für Klärschlamm, vorrangig für die Eindickung von Belebtschlamm.
Die besonderen Vorteile liegen:
- in einer guten und schnellen Entwässerung
- in einem höheren Trockensubstanzgehalt und
- in einer weit geringeren Klebewirkung an den Filtertüchern.
Die gegenwärtigen Nachteile sind die nicht ausreichende Flockenstabilität für Zentrifugalanwendungen und das
noch höhere Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber Polyacrylamid.
Deshalb wird momentan an der Entwicklung von Kombinationen mit anderen Biopolymeren gearbeitet, um einerseits
die Scherstabilität zu verbessern und andererseits die Behandlungskosten pro Kubikmeter Abwasser zu senken.
2011/12 erfolgt die technologische Erprobung an entsprechenden Entwässerungsaggregaten im Bundesgebiet.
Ziel ist es, bis zum Jahr 2013 für einen Großteil der maschinellen Klärschlammentwässerung biologisch abbaubare
Polymere anbieten zu können, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzen und die landbauliche Verwertung von Klärschlamm, welche eine wirtschaftliche Alternative zur Klärschlammverbrennung darstellt, auch
weiterhin möglich machen.
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